New York (dpa) - Fragen an die deutsche Tennisspielerin Sabine Lisicki nach dem Achtelfinal-Aus bei den US Open.
Wie tief sitzt die Enttäuschung nach der glatten Niederlage gegen Vera Swonarewa?
Lisicki: «Es ist enttäuschend, aber ich hätte nach der Anreise aus Dallas mit all dem Stress auch in der ersten Runde ausscheiden können. Ich hatte echt sehr, sehr wenig Zeit. Es war nicht mein Tag, ich habe gekämpft und alles gegeben, aber es hat leider nicht gereicht.»
Es war ihr erstes Abendspiel unter Flutlicht im Arthur-Ashe-Stadium. Wie nervös waren Sie?
Lisicki: «Es war natürlich eine neue Situation. Ich bin nicht gut reingekommen und habe von Anfang bis Ende nicht gut aufgeschlagen. Ich hatte Probleme mit dem Rhythmus beim Aufschlag. Es war eine tolle Atmosphäre, die Zuschauer haben mich angefeuert, ich wollte gut spielen - deswegen ist es enttäuschend. Aber ich arbeite hart, ich bin mir sicher, dass meine Zeit kommt. Es geht Schritt für Schritt weiter. Ich war hier das erste Mal in der vierten Runde und habe souverän meine Matches gewonnen.»
Sie haben sehr stressige Monate seit der Rückkehr nach Ihrer langen Verletzung hinter sich, aber auch große Erfolge gefeiert. Machen Sie jetzt erst einmal eine Pause?
Trotz ihrer erst 21 Jahre hat Sabine Lisicki einige Höhen und Tiefen erlebt. Nach ihren Verletzungen hat die Kämpfernatur nie aufgegeben und sich stets neu motiviert. Nachdem sie dann als erste deutsche nach 12 Jahren, den Einzug in ein Wimbledon Halbfinale geschafft hat, kam auch prompt die Einladung ins Aktuelle Sportstudio. Am vergangenen Wochenende hatte Sabine ihren großen Auftritt in der Kultsendung des ZDF. Das 17 minütige Interview könnt ihr in voller Länge in diesem Video betrachten!
Anmoderation (Wolf-Dieter Poschmann):
Hier ist die Halbfinalistin. Seit 12 Jahren zum ersten Mal seit Steffi Graf wieder in Wimbledon und im Finale im Doppel gewesen. Hier ist Sabine Lisicki. Herzlich willkommen!
Ja Sabine sie haben das eben auch bei uns gesehen (Japan vs Germany in Worldchampionship 2011, Germany lost the game)
Sie sind im Sport ja ganz zu Hause. Sie haben uns vorhin erzählt, dass sie auch schon gegen Japanerinnen gespielt haben und das sie das kennen. Dieser Kampfgeist, dieses Nicht Nachlassen Read the rest of this entry »
London (dpa) - Fragen an Tennis-Aufsteigerin Sabine Lisicki nach ihrem Aus beim Rasenturnier von Wimbledon. Die 21-Jährige verlor am Freitag gegen die Russin Maria Scharapowa mit 4:6, 3:6. In der Doppel-Konkurrenz ist Lisicki aber noch im Titel-Rennen.
*Was waren heute die Unterschiede zwischen Ihnen und Maria Scharapowa?*
Ich hatte meine Chancen, aber habe sie nicht genutzt. Ich denke, das war der größte Unterschied. Sie hat ihre Chancen genutzt, ich nicht. Ich führte 3:0 und hatte die Chance auf das 4:0. Wenn es 4:0 steht, würde es vielleicht ganz anders aussehen. Am Ende machen wenige kleine Punkte einen Riesen-Unterschied aus.
*Sind Sie nach der verpassten Chance zum 4:0 in ein Loch gefallen?*
Der erste Satz war umkämpft von Anfang bis Ende. Ich hatte einen kleinen Hänger im zweiten Satz, habe mein Aufschlagsspiel schnell abgegeben. Dann habe ich mich ein bisschen zusammengerissen und um jeden Punkt gekämpft. Hier im Halbfinale zu stehen, war unglaublich. Es war trotzdem ein Superturnier.
Dann wäre der Traum wahr, dann hätte Deutschland eine neue Wimbledonsiegerin. Warum Sabine Lisicki (21/Berlin), die Dienstag auf dem “Heiligen Rasen” gegen Marion Bartoli um den Einzug ins Halbfinale spielt, daran gar nicht denken will.
Frage: Schon vom Wimbledonsieg geträumt?
Lisicki: „Nein. Solche Gedanken mache ich mir nicht. Das würde nur Energie verschwenden. Ich schaue wirklich nur von Spiel zu Spiel.“
Frage: Also nur auf Bartoli?
Lisicki: „Rasen ist ihr Belag. Ich habe vor drei Jahren gegen sie gespielt und deutlich verloren. Da hat sie mich paniert. Aber die Situation ist jetzt eine andere.“
Frage: 2009 standen Sie schon mal im Viertelfinale.
Sabine Lisicki im Wimbledon Interview, nach dem Sie in der zweiten Runde die Weltranglistendritte Li Na geschlagen hatte.
The first massive shock of the 125th Championships came under the closed roof of Centre Court when the German wild card Sabine Lisicki knocked out the third seed and French Open champion Li Na 3-6, 6-4, 8-6 in a two hours and 11 minutes marathon of roller-coaster excitement and wildly swinging fortunes.
Twice Li held match point at 5-3 in the 54 minute third set, only for Lisicki to clamber back from the brink with four first serve winners, two of them thunderous aces. Still the Chinese served for the match at 5-4, only to throw away the golden moment on four unforced errors as she persisted in going for the lines rather than playing safely.
At 5-5 it was Lisicki’s turn to be broken but, once more, serving for the match proved beyond the 29-year-old Li as another flurry of unforced errors cost her dear.
Jagd auf Petko und Görges? “Für alle ein Vorteil” Sabine Lisicki spricht bei SPORT1 über die lange Verletzungspause, ihren Beinamen “Drama Queen” und die harte Konkurrenz im DTB.
München - Sabine Lisicki hat in ihrer noch jungen Karriere schon viel erlebt. Anfang 2008 schaffte die damals 18-Jährige den Sprung in die WTA-Tour, im Mai desselben Jahres wurde sie auf Rang 89 der Weltrangliste als beste deutsche Spielerin notiert. Knapp ein Jahr später gelang Lisicki in Charleston der erste Sieg auf der Tour und in Wimbledon 2009 erreichte sie mit dem Viertelfinale ihr bis heute bestes Ergebnis bei einem Grand Slam. Doch in den folgenden Monaten kämpfte die Berlinerin immer wieder mit Verletzungen, besonders in der Schulter. Wegen einer hartnäckigen Sprunggelenksverletzung am linken Fuß war Lisicki dann im Jahr 2010 von Ende März bis Anfang August außer Gefecht gesetzt.
Mit dem Turniersieg in Birmingham hat die heute 21-Jährige bewiesen, dass sie wieder vorne mitspielen kann. Im SPORT1-Interview spricht Lisicki nun über die lange Verletzungspause, ihren Beinamen “Drama Queen” und die Konkurrenz im deutschen Damen-Tennis.
SPORT1: Sie waren vor etwa zwei Jahren schon auf Weltranglisten-Platz 22, bis eine Verletzung bei den US Open 2009 Ihre lange Verletzungsserie startete. Bedeutet Ihnen der Turniersieg in Birmingham deshalb mehr als der erste Sieg 2009 in Charleston?
Sabine Lisicki: Ich kann nicht sagen, dass mir ein Titel mehr als der andere bedeutet. Der Titel in Birmingham ist auf seine eigene Weise besonders. Nach der schweren Zeit freue ich mich einfach, dass sich die ganze Arbeit auszahlt.
Ihr Weg an die Spitze der Weltrangliste wurde jäh gestoppt. Im April 2009 gewann Sabine Lisicki (20) in Charleston (USA) ihr erstes Profi-Turnier, kletterte bis auf Platz 22. Dann der Absturz auf Rang 40. Verletzungen pflastern ihren Weg – bis heute. In BILD spricht die Berlinerin über die schlimmste Zeit ihres Lebens.
BILD: Wie geht’s Ihnen?
Lisicki: „Schon besser, aber es ist schlimm, so lange raus zu sein.“
BILD: Nach Ihrer Schulterverletzung vor einem Jahr mussten Sie einen neuen Aufschlag lernen…
Lisicki: „Das klappte auch gut. Mein Fehler war aber, dass ich zu oft zu früh zurück wollte. So war es auch bei den US Open. Erst fünf Tage vorher begann ich mit dem Training. Das passiert mir nie wieder.“
BILD: In der 2. Runde knickten Sie um, lagen schreiend und weinend quälend lange 15 Minuten auf dem Court. Was war los?
Lisicki:„Ich schrie nach Eis, nur nach Eis. Schon als Kind habe ich gelernt, dass Eis das Wichtigste ist. Wie schnell es kommt, davon hängt ab, wie lange man anschließend ausfällt. Ich habe mich gewundert, wie lange es dauerte. Mein Vater hielt es nicht mehr aus und brachte mir welches. Dann sah ich, dass sich die Männer schon einspielten, als ich noch nicht mal im Rollstuhl saß. Das war enttäuschend.“
BILD: Als Sie wieder klar denken konnten, was ging Ihnen durch den Kopf?
Lisicki: „Ich dachte: ‚Nicht schon wieder!‘ Erst die Schulter, nun der Fuß. Da waren so viele Emotionen, die kann man nicht beschreiben.“ Read the rest of this entry »
Melbourne is so full of memories for me. This was where I played my first grand slam two years ago, when I qualified and reached the third round and I’ll always remember that.
This is my favourite grand slam and I always look forward to coming here. The whole tournament is well organised, we’re right in the city, the people are nice. It’s just a really nice tournament. It is a wonderful city and the fact that the hotel is right in the centre means that it’s very easy to go for a coffee and relax away from the tennis.
I have heard that Melbourne is often described as a very European city and I agree with that. My mum is here for the first time this week and she and I have both felt very comfortable here. She loves it as much as I do. I grew up in Germany.
My favourite thing about the tournament is that the crowd is always really good and people like to come and watch us all play. There is always a great atmosphere and the people seem to be so excited that we are here to play.
I arrived Wednesday last week so I have had some time to adjust to the courts and it was very good. I have been feeling very good on court. I played the Hopman Cup the week before that so I have had lots of time to get over the jetlag and just get used to being here in Australia. Perth was fun too and I enjoyed playing tennis for fun.
That was a great experience and I got to see a few sights there too, including going to Perth Zoo to feed the kangaroos. They are really big – much bigger than I thought they would be – and they are kind of scary but then you touch them and their fur is really soft. It’s a big privilege to see them and a great experience because you don’t get them in Germany.
Here in Melbourne I guess restaurants are the big thing and I went to a really nice one the other day, right on the beach. It’s called the Stoke House and it had a beautiful view looking out over the sea. We ate a lovely dinner and watched the sunset over the water.
I know that you get a cuddly kangaroo or koala when you win the tournament because I have watched it on TV many times when I was growing up in Germany. I always wanted to come here and maybe that’s why it’s always been so special to me. It’s kind of strange to think back to being a kid, all those thousands of miles away from Melbourne, watching players like me. The thing that I remember most is that they always looked really sweaty, which was hard to understand when you are a little kid in freezing Germany!
US-Open-Siegerin Sabine Lisicki? Warum nicht! Vor dem letzten Grand Slam des Jahres spricht die deutsche Hoffnungsträgerin im SPOX-Interview über ihre Furchtlosigkeit, ihren Weg zur Nummer eins - und über Mode.
Eine Schulterverletzung machte der 19-Jährigen zuletzt zu schaffen, aber bei den US Open wird sie bereit sein. Bei SPOX spricht Lisicki über ihr großes Selbstbewusstsein und ihren Weg nach ganz oben. Frage: Sie sind am Donnerstag in New York angekommen. Schon beim Shopping gewesen?
Sabine Lisicki (lacht): Nein, noch nicht. Jetzt zählen für mich erstmal nur die US Open. Während eines Turniers mag ich es nicht, mich mit irgendetwas anderem zu beschäftigen. Ich konzentriere mich ganz auf meine Matches. Aber nach dem Turnier werde ich vielleicht mal losziehen und mir etwas Schönes zum Anziehen kaufen. Ich interessiere mich sehr für Mode, ich habe nach Wimbledon auch die Fashion Week in Berlin besucht.
Frage: Sie haben ein ganz starkes Wimbledon-Turnier gespielt. Mit welchen Erwartungen treten Sie jetzt in Flushing Meadows an?
Lisicki: Wimbledon war in der Tat ein großartiges Turnier für mich. Im Viertelfinale eines Grand Slams zu stehen, war eine schöne Erfahrung. Bei den US Open bin ich zum ersten Mal in meiner Karriere gesetzt (an Position 23, Anm. d. Red.), darüber freue ich mich sehr. Ich werde es so wie immer angehen, Match für Match, und nicht zu weit vorausblicken. Dann schauen wir mal, wie weit ich komme.
Frage: Die Einstellung, ein Match nach dem anderen anzugehen, ist verständlich und sicher auch richtig. Ich muss da aber noch mal nachhaken. Ganz einfach gefragt: Glauben Sie, dass Sie die US Open gewinnen können? Read the rest of this entry »