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US Open 2011: Achtelfinale Lisicki vs. Zvonareva - Sab ohne Chance

5th September 2011

US Open 2011: Achtelfinale Lisicki vs. Zvonareva - Sab ohne Chance

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Sabine Lisicki hat das Viertelfinale in New York verpasst. Vera Zvonareva war in allen Belangen überlegen und setzte sich mit 6:2 und 6:3 durch.

Gegen halb vier Uhr am frühen Montagmorgen MESZ begann die mit Spannung erwartete Partie zwischen Vera Zvonareva und Sabine Lisicki – 77 Minuten später war der Sieg der Russin in trockenen Tüchern. Die Deutsche hatte während des gesamten Matchs kaum ihr Potenzial zeigen können. Im zweiten Satz kam sie besser zurecht, sah sich aber einer Konkurrentin gegenüber, die fast immer die bessere Antwort parat hatte und auf konstant hohem Niveau agierte.

US Open 2011 für Sabine Lisicki vorbei

Die bisherigen Leistungen der Berlinerin hatten Anlass zur Hoffnung auf mehr Gegenwehr der Wimbledon-Halbfinalistin gegeben. Immerhin war sie mit der Empfehlung des Titelgewinns in Dallas angereist und hatte in der 3. Runde die Bezwingerin von Dominika Cibulkova (Nummer 14 der Setzliste), die US-Amerikanerin Irina Falconi, vom Court gefegt.

Von solcher Dominanz konnte heute bei weitem keine Rede sein. Im Gegenteil war es die Weltranglistenzweite aus Russland, die fast jeden Ball „ausgrub“ und sich kaum Fehler leistete. Darüber hinaus verstand sie es, das Tempo Lisickis mitzugehen und immer wieder nicht zu erahnende Schläge auszupacken. Solche Überraschungsmomente waren bei der DTB-Akteurin rar. Zvonareva überzeugte mit hervorragender Beweglichkeit und war nicht selten bereits auf dem Weg, bevor ihre 21-jährige Rivalin dem Ball die Richtung mitgab. In der Kategorie der Unforced Errors fiel ein deutliches Missverhältnis zum Vorteil der Moskauerin auf (28 zu 11). Auch bei den direkten Gewinnschlägen lag die Russin vorne (16 zu 11). Damit bleibt es nach dem vierten Vergleich bei der makellosen Bilanz Zvonarevas, die im vergangenen Jahr in der 2. Runde Endstation für „Sab“, der in diesem Jahr ihr bestes Resultat im Flushing Meadows Corona Park gelang, gewesen war.

Achtelfinale am Sonntag: Zvonareva von Beginn an voll da

Sabine Lisicki begann die Partie im Arthur Ashe Stadium mit dem Aufschlag und vier vermeidbaren Fehlern, darunter ein Doppelfehler. Dies reichte Vera Zvonareva zum mühelosen ersten Break, das sie ohne Gegenpunkt bestätigte. Die Berlinerin schien nun aber ins Match zu finden und hatte bei 40:15 zweimal die Gelegenheit, auf 1:2 zu verkürzen. Doch es war die Russin, die ein weiteres Break realisierte. Es war nicht das einzige Mal, dass Lisicki ihre Möglichkeiten ausließ.

Hoffnung schöpften die Fans der Nummer 18 in der Welt, die in der Mehrzahl waren, als sie sich zumindest ein Aufschlagspiel zurückholte und anschließend zum ersten Mal überzeugend servierte – nur noch 2:3. Damit war allerdings der Schlusspunkt aus Lisickis Sicht erreicht. Zvonareva stellte den vorigen Abstand wieder her und verwandelte nach nur 28 Minuten den ersten Satzball, nachdem sie bei 0:30 vier Ballwechsel in Serie gewann.

Lisicki steigert sich – Zvonareva insgesamt aber überlegen

Es wurde Zeit für einen „Aha-Effekt“ auf Seiten der Fed-Cup-Spielerin von Chefin Barbara Rittner – und dieser Moment ergab sich nach Abwehr eines Breakpunkts und der erstmaligen Führung. Zvonareva sorgte jedoch sofort wieder für Ernüchterung, nachdem sie ein 0:40 noch zum 1:1 umbog. Kurios war dabei die Szene bei 30:40, als eine Vorhand der Russin ganz offensichtlich die Linie berührt hatte. Lisicki forderte sofort die Challenge, als der Ball doch noch als außerhalb des Feldes gewertet wurde. Die Überprüfung ergab das Gegenteil, also regulärer Punktgewinn für die Weltranglisten-Zweite. Die Stuhlschiedsrichterin war jedoch der Ansicht, dass der Ruf des Linienrichters die Deutsche irritiert habe, wogegen Zvonareva korrekterweise anmerkte, dass Lisicki den Ball niemals hätte bekommen können. Der Ballwechsel wurde dennoch wiederholt und ging wie die nächsten beiden an die Vorjahres-Finalistin, die ein weiteres Mal eine Aufholjagd erfolgreich beendet hatte.

Bis zum „verflixten“ siebten Spiel war keine weitere Breakchance zu verzeichnen. Was nun folgte, ähnelte der Situation zu Beginn des zweiten Durchgangs, allerdings mit verteilten (Aufschlag-) Rollen. Lisicki lag mit 40:0 vorne und schaffte es dennoch, erstmals in diesem Satz das Service abzugeben. Dies war die Vorentscheidung. Zvonareva ließ sich das Match nicht mehr aus der Hand nehmen und stand nach einem weiteren Vorhandfehler der Deutschen als Viertelfinalistin fest.

Quelle: suite101

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