Sabine Lisicki im Bild Interview

Ihr Weg an die Spitze der Weltrangliste wurde jäh gestoppt. Im April 2009 gewann Sabine Lisicki (20) in Charleston (USA) ihr erstes Profi-Turnier, kletterte bis auf Platz 22. Dann der Absturz auf Rang 40. Verletzungen pflastern ihren Weg – bis heute. In BILD spricht die Berlinerin über die schlimmste Zeit ihres Lebens.
BILD: Wie geht’s Ihnen?
Lisicki: „Schon besser, aber es ist schlimm, so lange raus zu sein.“
BILD: Nach Ihrer Schulterverletzung vor einem Jahr mussten Sie einen neuen Aufschlag lernen…
Lisicki: „Das klappte auch gut. Mein Fehler war aber, dass ich zu oft zu früh zurück wollte. So war es auch bei den US Open. Erst fünf Tage vorher begann ich mit dem Training. Das passiert mir nie wieder.“
BILD: In der 2. Runde knickten Sie um, lagen schreiend und weinend quälend lange 15 Minuten auf dem Court. Was war los?
Lisicki:„Ich schrie nach Eis, nur nach Eis. Schon als Kind habe ich gelernt, dass Eis das Wichtigste ist. Wie schnell es kommt, davon hängt ab, wie lange man anschließend ausfällt. Ich habe mich gewundert, wie lange es dauerte. Mein Vater hielt es nicht mehr aus und brachte mir welches. Dann sah ich, dass sich die Männer schon einspielten, als ich noch nicht mal im Rollstuhl saß. Das war enttäuschend.“
BILD: Als Sie wieder klar denken konnten, was ging Ihnen durch den Kopf?
Lisicki: „Ich dachte: ‚Nicht schon wieder!‘ Erst die Schulter, nun der Fuß. Da waren so viele Emotionen, die kann man nicht beschreiben.“
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